Interview mit Susanne Rost von JAROCCO | Netzwerk für Akademiker

Seit wann gibt es JAROCCO und in wie fern unterscheidet JAROCCO sich von anderen Berufsnetzwerken und Jobbörsen?

Die Idee für das Wissens- und Informationsportal JAROCCO wurde an den Weihnachtsfeiertagen 2008 in Weimar geboren. Nach langen und intensiven Gesprächen über den grundlegenden Wandel in der Arbeitswelt, Erkenntnissen zu Selbstverantwortung, Veränderungsbereitschaft und Mobilität sind wir – ein Architekt, eine Kunsthistorikerin und eine Historikerin – zu dem Entschluss gekommen, dass eine Plattform im digitalen (unübersichtlichen) Netz, die etwa auch Geistes- und Sozialwissenschaftler anspricht, diese neuen Vorzeichen berücksichtigen und Wissen sowie Informationen rund um die Entwicklungen am Arbeitsmarkt zukünftig bündeln soll.

Vorrangiges Ziel ist es, einen zentralen Einstiegspunkt für Akademiker interdisziplinärer Fächer anzubieten und auszubauen. Langfristig zielt JAROCCO auf die Etablierung eines Kompetenznetzwerkes, um die Wettbewerbsfähigkeit dieser bestens ausgebildeten Fachkräfte zu stärken und ihre Erwerbschancen sichtbar zu verbessern. Ein besonderes Augenmerk legen wir hierbei auf eine neue Qualität der fachlichen Informationen sowie die werbefreie, funktionale und übersichtliche Präsentation auf dem Portal.
Der Firmennahme JAROCCO entstand übrigens auf Vorschlag von unserer Historikerin aus unseren Namen: Thomas Jahn, Susanne & Christine Rost. Was die Ausrichtung und Inhalte der Plattform betrifft, arbeiten wir grundsätzlich interdisziplinär im Team, wobei die Programmierung allein unserem Architekten obliegt. Der JobFeed fällt in meinen alleinigen Verantwortungsbereich.

Welche Informationsangebote umfasst JAROCCO und für welche Berufsgruppen ist dies interessant?

JAROCCO richtet sich an alle interdisziplinär ausgebildeten Akademiker. In einer Stellenbörse werden Vakanzen gebündelt, Arbeitsfelder, Fort- und Weiterbildungen und Nachrichten informieren zu verschiedenen Themenfeldern und Trends greifen neue Vorzeichen auf dem Arbeitsmarkt auf. Das Serviceangebot beinhaltet individuelle Unterstützung, etwa bei der Recherche nach potentiellen Arbeitgebern und Stellenangeboten und durch professionelle Begleitung und Betreuung. Unser JobFeed ist ein gesondertes Angebot an Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaftler. Mit Blick auf eine (fachliche) Kommunikation, interaktive Nutzung und einen entsprechenden Austausch zur besseren Vernetzung sind weitere Angebote in der Entwicklung bzw. noch in Planung.

Der JobFeed für Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaftler – worum handelt es sich dabei genau?

Mit dem Angebot unseres wöchentlichen JobFeeds nehmen wir Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaftlern die mühsame und zeitaufwendige Recherche nach passgenauen Stellen im Internet ab. Täglich recherchieren wir, wählen geeignete Vakanzen aus, die vorsortiert in einer Linksammlung nach Kategorien und Positionen sortiert angeboten werden. Montagmittag versenden wir den JobFeed mit allen Stellen per E-Mail sowie mit einem Link für den Zugang zum internen Bereich, um alle Angebote sofort einsehen und detailliert recherchieren zu können. Vor der Aufnahme in den JobFeed überprüfen wir jede Stellenausschreibung auf ihr Profil und ihre Bewerbungsfrist hin. Stellen, die kein Hochschulstudium voraussetzen oder deren Bezahlung, sofern angegeben, nicht dieser Zielgruppe entspricht, nehmen wir nicht auf. Auch unbezahlte Praktikumsangebote haben keine Chance.

Unser JobFeed ist der Beweis, dass es viele interessante Stellen für Germanisten, Kulturwissenschaftler, Historiker & Co. gibt, die gefunden werden wollen. Wöchentlich kommen wir derzeit auf rund 250 neue Stellen, insgesamt sind es rund 800 Jobs aus dem deutschsprachigen Raum, darunter auch viele aus der freien Wirtschaft, an die etwa der Geisteswissenschaftler oftmals gar nicht denkt.

Der JobFeed ist ein kostenpflichtiges Angebot, doch mit 5,- Euro/Monat für jeden erschwinglich und das war uns besonders wichtig. Seit dem Start des JobFeeds im Oktober 2010 haben wir unzählige Rückmeldungen bekommen, dass es mit der gewünschten Stelle denn doch geklappt hat – und unser JobFeed konnte dabei unterstützen. Das ist und bleibt unsere tägliche Motivation!

Hier geht es zum vollständigen Interview auf Geisteswirtschaft.

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