Änderungsmanager des demographischen Wandels: Mit Fachwissen in Gerontotechnik verbessern Ingenieure nachhaltig die eigene Beschäftigungsfähigkeit

Aktuelle Prognosen des statistischen Bundesamtes verweisen schon heute auf eine der größten gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit: Bereits in 50 Jahren wird jeder Dritte über 65 Jahre alt sein und es werden doppelt so viele 70-jährige leben als Kinder geboren werden. Für Unternehmen, aber auch Beschäftigte bedeuten alternde Belegschaften, eine sinkende Zahl an nachkommenden Fachkräften und ein höheres Renteneintrittsalter ganz neue Herausforderungen.

Auf gesellschaftlicher Ebene hat sich bereits ein Wandel vollzogen, weg von betreuten Alten hin zu einer Generation der Aktiven, die ihre Selbstbestimmung auch im Alter gestalten. Aufgrund dieser stark anwachsenden Zahl älterer Menschen wird auch ihre gesellschaftliche und wirtschaftliche Integration zunehmend im Fokus der neuen Herausforderungen stehen. Vor diesem Hintergrund wächst besonders der Bedarf an Fachkräften, die bei der Entwicklung von technischen Geräten und Systemen die Bedürfnisse dieser Altersgruppe kennen und berücksichtigen.

Die Hochschule Mannheim verknüpft mit dem neuen Studiengang „Alter und anwendungsorientierte Technik (KONTAAT)“, der in Kooperation mit dem VDE konzipiert wurde, die Ingenieurwissenschaften und Gerontologie miteinander. „Neben der Alltagstauglichkeit von technischen Geräten im Allgemeinen und besonderen Lösungen aus dem Bereich der Gerontotechnik im Speziellen lernen sie an der Schnittstelle Alter und Technik Möglichkeiten technischer Unterstützungsmodelle im Rahmen des Ambient Assisted Living (AAL) kennen sowie diese zu bewerten, zu entwickeln, zu planen und umzusetzen“, heißt es auf der Hompage der Hochschule. Zielgruppe des berufsbegleitenden Studienganges sind vor allem Ingenieure sowie praxisorientierte Naturwissenschaftler, die in nur 1 ½ Jahren mit dem Titel „Geronto-Ingenieur/in“ (FH) abschließen.

Gefragt sind ebenso ganzheitliche Konzepte, die das Altern gesellschaftlich und individuell gelingend gestalten und den demographischen Wandel als Chance begreifen. Während die Gerontologie sich mit den körperlichen, psychischen und sozialen Aspekten des Alterns befasst, müssen de facto auch technische Aspekte berücksichtigt und eingebunden werden. Die Konzeption des Studienganges Master: Online „Integrierte Gerontologie“ will die Universität Stuttgart als eine rechtzeitige Reaktion auf die demographischen Veränderungen der Gesellschaft verstanden wissen. Das Lehrprogramm ist interdisziplinär angelegt: Es basiert auf der Kombination von sozial-, verhaltens-, gesundheits- und ingenieurwissenschaftlichen wie auch medizinischen Inhalten. Hinzu kommen Aspekte der Architektur, wie die Schaffung generationsübergreifender bzw. neuer Wohnformen.

Für beide vorgestellte Studiengänge gilt: Fachkräfte mit Wissen hinsichtlich dem Bedarf und den Bedürfnissen älterer Menschen sind für spätere Koordinations- bzw. Vernetzungsaufgaben geradezu prädestiniert und auch ihre Beratungsfähigkeiten werden in Zukunft stärker nachgefragt.

Näheres zu den vorgestellten Studiengängen unter:

Universität Stuttgart „MASTER: ONLINE Integrierte Gerontologie“, siehe
www.moig.uni-stuttgart.de/

Hochschule Mannheim „Alter und anwendungsorientierte Technik (KONTAAT), siehe www.kontaat.de

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2 Antworten to “Änderungsmanager des demographischen Wandels: Mit Fachwissen in Gerontotechnik verbessern Ingenieure nachhaltig die eigene Beschäftigungsfähigkeit”


  1. 1 strompreise 16. August 2010 um 00:08

    Ich stimme meinem Vorredner bzw. Schreiber zzu. Wirklich sehr interessanter Artikel.

    Wer benötigt keinen Strom??? Wenn man Ehrlich ist, benötigt Jeder Strom. AberStrom ist nicht gleich Strom.
    Immer wieder gehen die Stromkosten der Strom Anbieter hoch. Um dem entgegenzuwirken ist ein Vergleich der verschiedenen Stromanbieter Ratsam.
    Stromrechner
    Danach ist ein wechsel des Stromversorgers sehr gut Möglich.


  1. 1 Tweets that mention Änderungsmanager des demographischen Wandels: Mit Fachwissen in Gerontotechnik verbessern Ingenieure nachhaltig die eigene Beschäftigungsfähigkeit « JAROCCO | Netzwerk für Akademiker -- Topsy.com Trackback zu 13. August 2010 um 17:07

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